„So habe ich Osnabrück noch nie gesehen – so viele Orte waren mir völlig unbekannt“, resümierte eine Mitreisende und fand damit einhellige Zustimmung unter den übrigen Gästen im Bus. Der Heimatverein Diepholz hatte die Hasestadt besucht und sich ihre weniger bekannten Seiten von Richard W. Bitter zeigen lassen. Der erste Vorsitzende des Heimatvereins hatte den Tagesausflug geplant und zugleich die Stadtführung übernommen. Im Mittelpunkt standen nicht die üblichen Sehenswürdigkeiten, sondern die Gebäude der Universität und der Hochschule Osnabrück, der früheren Fachhochschule. Der Rundgang enthielt sieben Stationen, bei denen er immer wieder Bezüge zur Diepholzer Heimatgeschichte herstellte.
Richard W. Bitter leitete mehr als 17 Jahre lang das Staatliche Baumanagement Osnabrück-Emsland und konnte daher aus dem Nähkästchen plaudern. Rückblickend bezeichnete er seine berufliche Zeit in Osnabrück als eine außergewöhnliche Phase: Damals zogen sowohl die Bundeswehr als auch die britischen Streitkräfte aus der Stadt ab. Zahlreiche Gebäude und Kasernenanlagen wurden frei und warteten auf neue Nutzungen. Gemeinsam entwickelten das Land Niedersachsen, die Stadt Osnabrück, die Hochschulen und das Baumanagement entsprechende Konzepte. Neben zahlreichen Neubauten entstanden bemerkenswerte Umnutzungen – etwa auf dem Gelände der ehemaligen, noch aus der Kaiserzeit stammenden Caprivi-Kaserne. Den informativen und kurzweiligen Tag beschloss ein Besuch des Botanischen Gartens der Universität mit seinem Regenwaldhaus.